Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen
vom 30. November 2020

Nachrichten-Telegramm:

*   NRW-Landesregierung wird Zulassung von Nachtzieltechnik vorbereiten

 *   Siegener Zeitung räumt journalistischen Fehler ein – LJV mahnt zur
Vorsicht bei Bewegungsjagden

Nachrichten-Volltext:

NRW-Landesregierung wird Zulassung von Nachtzieltechnik vorbereiten

Düsseldorf/Dortmund, 30. November 2020 (LJV NRW). In seiner Sitzung am
vergangenen Freitag hat der Landtag NRW die Landesregierung beauftragt,
zur Prävention gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest auf
dem Verordnungsweg die Zulassung von Nachtzielgeräten und künstlichen
Lichtquellen für die Jagd analog zu anderen Bundesländern schnell und
rechtssicher umzusetzen.

Weiterhin beauftragte der Landtag die Landesregierung,

*   für die Anschaffung der benötigten sicheren Zäune zur Einrichtung
einer „Weißen Zone“ Sorge zu tragen.
*   schweinehaltende Betriebe zu ermutigen, an dem
ASP-Früherkennungsprogramm teilzunhemen und eine eventuelle
Fördermöglichkeit zu prüfen.
*   zusammen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW umgehend eine
Forcierung der Jagd auf Wildschweine in den Staatsforsten zu planen und
aus bereiten Mitteln umzusetzen.

Der Landesjagdverband NRW weist darauf hin, dass dieser Auftrag des
NRW-Landtages an die NRW-Landesregierung zunächst noch umgesetzt und in
geltendes Recht umgewandelt werden muss. Bis dahin bleibt
Nachtzieltechnik in NRW verboten.

Natürlich wird der Landesjagdverband NRW seine Mitglieder über den
Fortgang des Verfahrens weiter informieren.

Siegener Zeitung räumt journalistischen Fehler ein – LJV mahnt zur
Vorsicht bei Bewegungsjagden

Siegen/Dortmund, 30. November 2020 (LJV NRW). Nach Intervention durch
den Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen musste die Siegener Zeitung am
vergangenen Samstag eine Richtigstellung veröffentlichten.

Dem vorausgegangen war eine Meldung am 24. November, bei dem das Blatt
einem anonymen Hinweis vertraute, ohne diesen gemäß der journalistischen
Sorgfaltspflicht vor Veröffentlichung hinreichend überprüft zu haben. In
dem anonymen Hinweis, der die Redaktion per E-Mail erreichte,
informierte eine vermeintliche Jungjägerin und Teilnehmerin an einer
Bewegungsjagd im südlichen Siegerland über ihren eigenen angeblich
positiven Corona-Befund. Den Corona-Test habe die Hinweisgeberin
gemacht, weil sie nach der Jagd in den Urlaub fliegen wollte.

Am Samstag nun musste die Redaktion einräumen, dass sich eine
Corona-Infektion einer an der Jagd beteiligten Jägerin nicht belegen
ließe, und erklärte weiter: „Die Berichterstattung in dieser Form war
ein Fehler. Wir bitten diesen zu entschuldigen.“

In diesem Zusammenhang ruft der Landesjagdverband seine Mitglieder auf,
unter konsequenter Beachtung der jeweils aktuellen
Corona-Schutzbestimmungen bei der Jagd auf Schalenwild nicht
nachzulassen. Zur Vorbeugung eines drohenden ASP-Ausbruchs und zur
Unterstützung der nordrhein-westfälischen Waldbesitzer ist dies
unerlässlich.

Aktuelle Informationen zu den derzeit gültigen Auflagen durch die
Coronaschutzverordnung hat der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen auf
seiner Homepage www.ljv-nrw.de zusammengestellt.

Zugleich mahnt der Landesjagdverband seine Mitglieder aber auch zu
besonderer Vorsicht. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg: „Alle
organisatorischen Punkte und Unterpunkte müssen natürlich
coronaschutzkonform sein. Darüber hinaus müssen wir auch prüfen,
inwieweit bestimmte Situationen bei böswilliger Interpretation Anlass zu
Diffamierungen liefern. Das Siegener Beispiel belegt, dass Jagdgegner im
Moment alle Register ziehen, um die unter Coronabedingungen ohnehin
extrem aufwändigen Bewegungsjagden zu verhindern oder in Misskredit zu
bringen.“

Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e. V.
Gabelsbergerstraße 2
44141 Dortmund

Website: www.ljv-nrw.de