Informationen der Obersten Jagdbehörde zu den Punkten „Markierung
von Rehkitzen“ und „Wanderratten“

Düsseldorf, 17. Juni 2021 (MULNV). Gemäß den Informationen der Obersten
Jagdbehörde vom heutigen Tag wird zu den Punkten „Markierung von
Rehkitzen“ und „Wanderratten“ folgendes ausgeführt:

Markierung von Rehkitzen; Hinweis der FJW
Im Zuge des Engagements vieler Jagdausübungsberechtigter in der
Kitzrettung mit Drohne und Wärmebildkamera häufen sich Anfragen in Bezug
auf die Markierung von Rehkitzen. Die rechtlichen Grundlagen zur
Markierung haben sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert. Die
Markierung von Rehkitzen ist jetzt als Tierversuch einzustufen und damit
genehmigungspflichtig. Die Genehmigung kann ausschließlich durch den
entsprechenden Fachbereich des LANUV erfolgen. In NRW ist bisher ein
Markierungsprojekt genehmigt worden, das wissenschaftlich durch die
Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (FJW) betreut
und geleitet wird. Markieren dürfen ausschließlich wenige gemeldete und
registrierte Personen in ausgewählten Bereichen, die eine praktische und
theoretische Schulung absolviert haben. Darüber hinaus ist jede
Markierung von Rehkitzen gesetzeswidrig.

Wanderratten
Wanderratten unterliegen nicht dem besonderen Artenschutz (vgl. § 1
BArtSchV i.V.m. Anlage 1), sodass die Schutzvorschriften der §§ 44f
Bundesnaturschutzgesetz keine Anwendung finden. Gemäß § 39 Absatz 1
Nummer 1 Bundesnaturschutzgesetz ist es bei Vorliegen eines vernünftigen
Grundes (hier: zum Schutz von Bodenbrütern) zulässig, bei der
Jagdausübung in Lebendfangfallen als Beifang gefangene Wanderratten zu
töten.

Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen e. V.
Gabelsbergerstraße 2
44141 Dortmund

Website: www.ljv-nrw.de